Hochsensibilität

SEINER AUSSERGEWÖHNLICHEN GABE NEU BEGEGNEN 

Hochsensibilität ist eine außergewöhnliche Gabe, doch für die meisten Betroffenen ist sie mit Anstrengung und Erschöpfung, einem verminderten Selbstwertgefühl sowie hinderlichen Gefühls- und Gedankenmustern verbunden. Was einschränkt und belastet, ist in den meisten Fällen nicht die Hochsensibilität an sich, sondern der eigene Umgang mit ihr sowie mit den Anforderungen und Reaktionen der Umwelt.

 

Eine ressourcenintegrierte Hypnosetherapie kann dabei helfen, ein ausgeglichenes Verhältnis zu der eigenen Hochsensibilität und ein solides, standfestes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Dies erleichtert die gesunde Abgrenzungsfähigkeit gegenüber den alltäglichen Herausforderungen und bietet die Möglichkeit stärkende Schutzmechanismen zu entfalten. 

 

Was ist Hochsensibilität?

Sehen, hören, riechen, schmecken oder fühlen: Hochsensibilität bedeutet, eine gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeit von Sinneseindrücken zu haben. Spezifische Sinne sind übermäßig geschärft. Dadurch werden äußere Reize intensiver erlebt, was dazu führt, dass sich hochsensible Menschen schneller "reizüberflutet" und dementsprechend auch rascher erschöpft fühlen als eine Mehrzahl der Menschen.

„Den Hochsensiblen“ gibt es als reinen Typus nicht, sondern die meisten hochsensiblen Menschen sind Mischtypen und die verschiedenen Sinneskanäle sind unterschiedlich stark ausgeprägt.

 

Einige Anzeichen für Hochsensibilität sind zum Beispiel:

 

  • Empfindlichkeit gegenüber Sinneseindrücken (z.B. Lautstärke, Gerüche, visuelle Eindrücke, Emotionen)

  • alltägliche Reize stören und irritieren rasch

  • hohe Empfänglichkeit und stark ausgeprägtes Empathievermögen für die Stimmungen und Gefühle anderer

  • auftretende Konflikte und eine unangenehme Atmosphäre werden schnell zur Belastung

  • ein intensives Innenleben (Vorstellungskraft, Kreativität, Fantasie, lebhafte Träume)

  • intensive Verbindung zur Natur, zu Tieren und Pflanzen

  • hohe Beobachtungs- und Auffassungsgabe, starke Intuition/„sechster Sinn“, hohe Wachsamkeit

  • Gewissenhaftigkeit, hohes Verantwortungs- und Gerechtigkeitsgefühl

  • Hochbegabung, Autismus, AD(H)S, Legasthenie begünstigen die Ausprägung 

Hochsensibilität oder Hochsensitivität? 

Die Begriffsdifferenzierung kommt eigentlich durch die Übersetzung aus dem Englischen. Nach Elaine Aron, die als erste das Phänomen "High Sensitive Personality"(HSP) im Jahr 1996 beschrieben hat, würde die korrekte wörtliche Übersetzung "Hochsensitive Persönlichkeit" lauten. Im deutschsprachigen Raum sprechen wir allerdings eher von hochsensiblen Personen. Es gibt jedoch einige Literatur, die noch einmal zwischen hochsensibel und hochsensitiv unterscheidet, aber wir werden im Folgenden ausschließlich mit dem Begriff der Hochsensibilität arbeiten.

 

Was sind die Ursachen für Hochsensibilität?

Die Hauptursachen sind zum einen eine höhere Erregbarkeit und ein durchlässigerer Filter in der Wahrnehmung und Reflektion von äußeren Reizen.


Sinneseindrücke, mit denen wir in unserem alltäglichen Leben konfrontiert sind, werden mithilfe bestimmter Gehirnregionen gefiltert und verarbeitet. Der Großhirnrinde, die für die Verarbeitung äußerer Reize zuständig ist, ist ein Filter (Thalamus) vorgeschaltet. Man geht davon aus, dass bei hochsensiblen Menschen die Großhirnrinde höher erregbar und der Thalamus durchlässiger ist. Und so kommen die Sinneswahrnehmungen intensiver, ungefilterter an und werden auf ein andere Art und Weise verarbeitet als bei den meisten Personen.

Zum anderen haben hochsensible Menschen ein intensiv ausgeprägtes Vorstellungs- und Einfühlungsvermögen, sodass äußere Einflüsse schnell eine Vielzahl von Gefühlen, Gedanken und Assoziationen in ihnen auslösen. Diese Kombination aus leichterer Erregbarkeit, durchlässigerem Filter und einem regen Innenleben kann schnell kräftezehrend sein und führt dann zu einer neuronalen Überstimulation des Nervensystems, wenn nicht genug Erholungspausen von Reizen vorhanden sind. Dies bedeutet Stress für Körper, Geist Seele, der sich wiederum in einer variablen Ausprägungen von Stresssymptomen (Erschöpfung, Überreizung, Überforderung, Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit usw.) zeigt und auf Dauer auf das eigene Verhalten negativ auswirkt.

Daher wird auch ersichtlich, dass Hochsensibilität nicht notwendigerweise mit Introvertiertheit zusammenhängt. Viele Hochsensible sind in ihrem Wesenskern überaus sozial aufgeschlossen, engagiert und am Austausch mit anderen sehr interessiert. Sie weichen von der formellen Definition aller menschlichen  Charakterzüge und Persönlichkeitsmerkmalen nicht von der Norm ab, sie haben lediglich einen anderen Ausprägungsgrad von Resilizenz und Vulnerabilität.  Negative wie auch positive äußere Stimulationen, die sich im Kontakt mit der Umwelt ergeben, werden jedoch viel schneller als Anstrengung empfunden.

Probleme hochsensibler Menschen

 

Aus den oben genannten Aspekten ergibt sich eine Reihe von Herausforderungen für hochsensible Menschen. Probleme sind in aller Regel bereits in der Kindheit und Jugend spürbar und erlebbar.

Hochsensible Kinder sind auf eine verständnisvolle und akzeptierende Haltung ihrer Eltern angewiesen, um selbst einen guten, angemessenen Umgang mit ihr zu erlernen und Nutzen aus ihrer Begabung ziehen zu können. Doch meist konnte das nahe Umfeld (Eltern, Geschwister, Verwandte, Erzieher, Lehrer, Freunde) nicht emphatisch genug und mit ausreichender Rücksicht auf die vorhandene Hochsensibilität eingehen. Was letztlich verletzt und kränkt, ist für die meisten Hochsensiblen das „sich nicht angenommen, sich nicht wertgeschätzt fühlen“. Das bedeutet, die Reaktionen, Bewertungen und das Verhalten anderer Menschen, welche die Hochsensibilität nicht (an)erkennen, mit ihr nicht umgehen können oder sich darauf nicht einstellen wollen. Viele hochsensible Menschen haben das Gefühl, in ihrem Erleben und Fühlen unverstanden zu sein und sich für ihre Empfindsamkeit rechtfertigen zu müssen. Denn wer hochsensibel ist, fällt erst einmal aus dem Raster.

Und so werden Hochsensible nicht selten mit Adjektiven wie wehleidig, ungesellig oder überempfindlich konfrontiert. Auch wenn dies nicht zwangsläufig verbalisiert wird, so ist es für die Betroffenen doch bereits früh spürbar, dass sie „irgendwie anders als die anderen“ sind und das Umfeld nicht selten schneller irritiert, genervt oder ablehnend auf sie reagiert.

 

Hochsensible Menschen sind extrem feinspürig und die Erfahrungen von negativer Bewertung ihres Wesens und Verhaltens sind in den meisten Fällen besonders kontraproduktiv für ihr Selbstwertgefühl.

Daraus resultierende Problematiken:

  • Hohe Erwartungen an sich selbst und ein geringes Selbstwertgefühl

  • Übertriebene Schuld- und Schamgefühle

  • Beziehungsschwierigkeiten

  • Gefühle von Unsicherheit, Überforderung und Angst

  • Anfälligkeit für Ängste (häufig Verlustangst), Depressionen und Burnout

  • Sozialer Rückzug, Vermeidungsverhalten

 

Therapie und Coaching mit Hypnosetherapie – Besonders hohe Wirksamkeit

Da hochsensible Menschen in der Regel einen guten Zugang zu ihren eigenen Gefühlen und eine hohe Suggestibilität besitzen, ist die Hypnose ein sehr effektives Werkzeug. Das Wichtigste für Betroffene ist es über den Prozess der Identitätskonfrontation zu Selbstakzeptanz und einer stabilen Abgrenzungsfähigkeit zu kommen. Die Hochsensibilität an sich ist kein Problem, sondern eine mit Potenzial angereicherte Gabe, die man wertzuschätzen lernen und sich in vielfältiger Form zunutze machen kann.

In den hypnotischen Sitzungen unterstützen wir Sie dabei, die Balance zu finden zwischen dem Innen und Außen: Zwischen den eigenen Ansprüchen und den Forderungen anderer, zwischen sozialer Interaktion und Rückzug und dem Unterscheidungsvermögen, welches Gefüühl zu Ihnen selbst, welches zu anderen gehört und auch dort gelassen werden darf. Denn um selbst psychisch gesund und körperlich vital zu bleiben, ist es für Hochsensible ausschlaggebend, die eigenen Grenzen zu kennen, sie zu akzeptieren und gegenüber ihrer Umwelt angemessen ziehen zu können.

Die Aufarbeitung der Erfahrungen und Erlebnisse von Verletzung und Kränkung sind ein ganz maßgeblicher erster Schritt. Denn aus ihnen resultiert ein vermindertes Selbstwertgefühl, das die Hauptursache für die meisten seelischen Leiden und für viele Konflikte ist. Wer sich selbst ein solides innerliches Fundament schafft, kann sich auch selbstbewusst gegenüber äußeren Reizen sowie anderen Menschen, ihren Gefühlen und Erwartungen behaupten. Dies kann ohne emotionale Ladung, ohne Selbstabwertung (z.B. sich übermäßig anpassen) oder Selbsterhöhung (z.B. Arroganz, moralisieren, besser wissen) geschehen.

Neben der Aufarbeitung belastender Erlebnisse, die mit der Hochsensibilität in Verbindung stehen, und der Stärkung Ihres Selbstwertgefühls, zeigen wir Ihnen gerne verschiedene Techniken, mit denen Sie sich auch zu Hause immer wieder innerlich neu auftanken sowie Kraft und Selbstbewusstsein im Alltag etablieren können. Darunter beispielsweise NLP-Tools, Autogenes Training, Selbsthypnose oder spezifische Meditationen.

Hochsensibilität - Gabe als Geschenk
2 Std. 30 Min.
€280
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