Hypnose

DIE PHANTASTISCHEN DIMENSIONEN DEINES UNTERBEWUSSTSEINS

Was ist Hypnose eigentlich?

Hypnose(-therapie) ist ein außerordentlich schnelles und hocheffektives Psychotherapieverfahren, dessen Wirksamkeit in mehr als 200 wissenschaftlichen Studien (www.meg-tuebingen.de/1-hypnose-wissenschaft.htm) belegt ist. Anders als andere Psychotherapie-Verfahren findet die Hypnosetherapie nicht im Wachzustand, sondern im Zustand einer hypnotischen Trance statt. 

 

Was heißt dies nun genau? Hypnose leitet sich aus dem griechische Wort ”hypnos” ab, was zu Deutsch „Schlaf“ bedeutet. Jedoch handelt es sich bei der Hypnose nicht wirklich um einen Schlaf, wie Du ihn kennst. Es ist vielmehr dem Zustand zwischen dem Schlaf- und dem Wachbewusstsein ähnlich.

 

Bei der hypnotischen Trance handelt es sich vor allem um einen gelösten, entspannten und angstfreien Zustand, der neben einer veränderten Selbstwahrnehmung mit mehr Fantasie und Kreativität, sowie mit einem verbesserten Vorstellungsvermögen verbunden ist. Oftmals treten neben den Bildern der Vergangenheit auch Wunschbilder oder Ideen und Gedanken in Erscheinung, die den betreffenden Menschen zu diesem Zeitpunkt stark beschäftigen.

 

Tranceerleben ist teilweise auch mit einer veränderten Zeitwahrnehmung verbunden. Während man im normalen Bewusstseinszustand immer verschiedene Reize gleichzeitig wahrnimmt, ist in hypnotischer Trance die Wahrnehmung auf eine gezielte, bestimmte Wahrnehmung oder Vorstellung gerichtet, sodass man die restliche Umgebung mehr oder weniger aus dem Auge verliert. Außenreize werden zunehmend unwichtiger und treten in den Hintergrund. Etwas „wie in Trance“ zu tun, ist also ein ganz alltäglicher Zustand.

  

„Alles, was fasziniert und die Aufmerksamkeit eines Menschen festhält oder absorbiert, könnte als hypnotisch bezeichnet werden." Milton H. Erickson/Ernest L. Rossi

 

Wir Menschen sind mehrfach am Tag in ”Hypnose”, zum Beispiel jeden Morgen beim Erwachen, also in dem Zustand zwischen Wachbewusstsein und Schlaf, beim Joggen, beim Lesen eines spannenden Buches oder bei einer konzentrierten Arbeit. Das Gehirn sendet dann die so genannten Alphawellen aus (Frequenz zwischen 8 und 14 Hertz). Dies ist genau der Zustand, der auch in einer hypnotischen Sitzung gewöhnlich erreicht wird. Im Bereich der Delta- und Thetawellen (unter 8 Hz) befinden wir uns im natürlichen Schlaf. Dieser Bereich kann durch Hypnose nur in seltenen Fällen erreicht werden.

 

Bei der medizinischen oder psychotherapeutischen Anwendung wird diese Fähigkeit zur „Alltagstrance“ sehr stark und so gezielt gefördert, dass sie zur Lösung körperlicher und/oder seelischer Probleme eingesetzt werden kann.

   

„Die therapeutische Trance ist ein Zeitabschnitt, währenddem die Beschränkungen der eigenen gewohnten Bezugsrahmen und Überzeugungen vorübergehend aufgehoben werden, so daß der Betreffende für andere Assoziationsmuster und psychische Funktionsweisen empfänglich ist, die ihn einer Problemlösung näherbringen." Milton H. Erickson/Ernest L. Rossi

 

Hypnotische Trance ist mit einer Beruhigung und Harmonisierung der inneren Rhythmen verbunden. Es stellt sich eine ruhige, regelmäßigere und langsamere Atmung ein und eine ausgeglichene Herz-Kreislauf-Aktivität (Herzfrequenz, Blutdruck). Der Muskeltonus des gesamten Körpers vermindert sich, die Blutgefäße erweitern sich. Die Auslösbarkeit einiger Reflexe ist vermindert, das Blutbild ist verändert und der Stresshormonspiegel sinkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hypnose das Tor zum Unterbewusstsein

 

Im Zusammenhang mit Hypnose wird immer wieder das Unterbewusstsein erwähnt, und wie wichtig es ist, mit dem Unterbewusstsein in Kontakt zu treten, um eine bestimmte Veränderung möglich zu machen.

 

Doch was genau ist eigentlich das Unterbewusstsein und welches Verhältnis hat es zu unserem Bewusstsein? Ist es wirklich so wichtig und so mächtig, wie immer behauptet wird oder ist es vielleicht hoffnungslos überbewertet? Sollte man sich wirklich einmal damit beschäftigen oder kann man es eigentlich getrost vernachlässigen?

 

Um das Unterbewusstsein besser einschätzen zu können, sollte man zuerst einmal über die Relationen in unserem Inneren nachdenken und welche Dimensionen was in uns einnimmt. Unser Gehirn verarbeitet in der Sekunde Vierhundert Milliarden Bit an Informationen. Das ist eine Vier mit elf Nullen! Höchst Spannend ist nun der Anteil, den unser Bewusstsein davon einnimmt: 2000 Bit. Das sind 0,00000005 % vom Gesamten.

 

Diese Zahlen sind schon so weit weg von unserer regulären Vorstellungkraft, dass wir sie einmal in eine bildhafte Sprache übersetzen sollten, um sie ein wenig plastischer werden zu lassen: Wenn das Unterbewusstsein einem Turm mit einer Höhe von zweitausend Kilometern entspräche, dann wäre unser Bewusstsein ein kleines schillerndes Lichtlein von einem Zentimeter Höhe. Anschaulich ist auch der Vergleich von 20 Tonnen zu einem Gramm. Das ist tatsächlich ziemlich genau die Relation von einem ausgewachsenen Elefanten zu einer (zugegebenermaßen wohl genährten) Fliege. Und die Fliege, die hin und wieder auf dem Kopf des Elefanten sitzt (denn auch unser Bewusstsein ist ja nicht immer präsent) soll nun wissen, was alles in seinem inneren vorgeht und alles Steuern können, ja ihren Willen sogar im Zweifel gegen die Interessen des Elefanten durchsetzen?

Du kannst dir jetzt sicherlich besser vorstellen, dass sich mit Hilfe der Hypnose(-therapie) Veränderungen erzielen lassen, die uns im normalen Bewusstseinszustand nur schwer möglich sind.

 

Über das Unterbewusstsein zum Kern unserer verborgenen Emotionen

 

Viele Menschen leiden unter belastenden Gefühlen wie Ängsten, Traurigkeit, Schuld, Scham oder Wut. Diese unverarbeiteten belastenden Emotionen empfinden wir als sehr störend und die daraus entwickelten, oft destruktiven Verhaltensweisen bzw. Verhaltensmuster können uns bei der Selbstverwirklichung und -entfaltung so stark einengen, dass wir in eine Sackgasse geraten.

 

Es entwickeln sich diverse Krankheitsbilder und Störungen, wie beispielsweise Essstörungen, selbstschädigende Verhaltensweisen (stoffgebundene und stoffungebundene Süchte, Persönlichkeitsstörungen, Probleme und Konflikte in zwischenmenschlichen Beziehungen. Wichtig ist, den Zusammenhang zwischen Handlungen und Gefühlen zu verstehen: alle unsere Handlungen, die wir jeden Tag ausführen, leiten sich von der emotionalen Ebene ab. Und genau dort setzt die Hypnose an.

 

Mit Hilfe der Hypnosetherapie lassen sich belastende Gefühle aller Art angehen, aufarbeiten sowie auflösen. Sie haben endlich die Chance sich von negativen Emotionen zu befreien und neue Gefühle, wie innerliche Befreiung, Stärke, Selbstsicherheit, Glück in ihr Leben zu lassen.

   

„Es gibt viele Mittel, um gewohnte Bezugssysteme außer Kraft zu setzen. Jeder Schock und jede Überraschung fesselt vorübergehend die Aufmerksamkeit und unterbricht das vorhergehende Assoziationsmuster. Jedes Erlebnis des Unrealistischen, des Ungewöhnlichen oder des Phantastischen ermöglicht es, die Dinge auf neue Weise zu erfassen." Milton H. Erickson/Ernest L. Rossi

 

Durch die Veränderungen auf der Fühlebene wirst Du feststellen, dass Du dein Leben neu und anders ausrichtest und die Dinge auf einmal anders angehen. Du bist durch Neuausrichtung Deines Fokus in der Lage Herausforderungen und Hürden auf gesunde Weise zu meistern und ihre alten destruktiven oder schädlichen Verhaltensmuster lösen sich auf – als Nebeneffekt und Folge der ursachenorientierten Hypnose(-Therapie). Über die Altersregressionen, also Zeitsprünge in die Kindheit Ihres eigenen Lebens, bei der Sie nochmal so fühlen als wären sie tatsächlich dort, lassen sich auch Gefühle und emotionale Konflikte bearbeiten, die aus der Kindheit stammen. Bei den meisten Menschen ist dies der Schlüssel zur Lösung ihrer Probleme – und einem besseren Leben.

 

Symptome als Warnsignale - Jede Krankheit ist ein Ausdruck des Körpers für ungelöste Probleme

Wenn unser individuelles Stressniveau – in der Psychotherapie spricht man auch von „Vulnerabilität“ - ein gewisses Maß übersteigt, dann kommt es über kurz oder lang zum Auftreten von Symptomen. Dazu gehören beispielsweise Schmerzen aller Art, Ein- und Durchschlafstörungen, tiefsitzende Ängste, Gefühle der Wertlosigkeit, Einsamkeit und Traurigkeit. Oft treten auch Verhaltensänderungen auf – sozialer Rückzug, Kompensation von Symptomen durch Medikamente, Drogen, Alkohol und anderen stoffgebunden und nichtstoffgebunden Substanzen.

 

Patienten kommen in der Regel mit dem Ziel zu mir, bestehende körperliche, seelische oder geistige Symptome loszuwerden und deren Hintergründe zu analysieren. Bei der Behandlung von Patienten mit psychischen, psychosomatischen und körperlichen Erkrankungen wird immer wieder deutlich, dass ihre vorhandenen Symptome ein Hilferuf des Körpers sind, dass etwas nicht in Ordnung ist und geheilt werden will. Oft handelt es sich dabei um unbewusste Konflikte oder unverarbeitete traumatische Erlebnisse.

 

Mit anderen Worten: Jede Krankheit ist ein Ausdruck des Körpers für ungelöste Probleme. Das Symptom ist nur eine Information über die Krankheit, nicht aber die Krankheit selbst. Im Wesentlichen gibt es zwei Gründe für eine Krankheit: Selbstbestrafung und Schutz. Manche Symptome lassen sich mit der Hypnose direkt behandeln, dies nennt sich symptomorientierte Behandlung. Bei anderen Symptomen müssen erst die dahinterliegenden Ursachen behandelt werden, damit sich die Lebensenergie wieder auf allen Ebenen ausrichten kann. Hier spricht man von einer ursachenorientierten oder auch hypnoanalytischen Behandlung. Ich unterscheide dabei zwischen Symptomen ohne behandlungsbedürftige Ursache (Primärsymptome) und Symptomen mit behandlungsbedürftiger Ursache (Sekundärsymptome).

    

„Symptome gleichen nur jenem Teil eines Eisberges, der über Wasser ragt; sie werden jedoch von einer weit größeren Persönlichkeitsproblematik getragen, nämlich der unbewußten Lebenseinstellung, unzähligen Haltungen, Motivationen, Gefühlen und Gedanken, die beseitigt werden müssen, wenn das Symptom hinfällig werden soll." Josef Rattner

 

Nach einem ausführlichen Anamnesegespräch kann ich mir ein Bild davon machen, ob eine ursachenorientierte oder eine symptomorientierte Behandlung bei Ihnen das Mittel der Wahl ist. Bei komplexeren Fällen und Mischbildern kann auch der Einsatz beider Verfahren sinnvoll sein; in manchen Fällen sieht man auch erst im Laufe der Anwendung, mit welchem Verfahren man den besten therapeutischen Effekt erzielt.

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